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Geschichte

Seit der Zeit da die Neander das Tal verlassen und die Lust verloren hatten, jagend und sammelnd durch Wälder und Steppen zu hetzen - oder besser gesagt, ihr Verstand endlich ausreichte, um die Vorzüge von Ackerbau und Viehzucht zu erkennen - nahmen Sie sich meiner an.

 


Meine Wiege ...

... stand wahrscheinlich zwischen Euphrat und Tigris. Schriftliche Überlieferungen für diesen Abschnitt meiner Geschichte gibt es allerdings leider nicht - eigentlich ist das aber auch nicht verwunderlich, da eine so runde Sache wie ich wohl kaum als Keil darzustellen ist.

Wesentlich geeigneter hierfür erwiesen sich die Hieroglyphen. Auf meiner Nordafrika-Tournee im dritten Jahrtausend vor Christus erfreute ich mich bereits einer so großen Beliebtheit, dass selbst die Pharaonen mich als Proviant mit in die Pyramiden nahmen.


Bei einer Erholungsreise ...

... über das Mittelmeer habe ich Italien kennen und lieben gelernt und mich dort niedergelassen. Das milde Klima, die leckere Pasta und die Besuche im Thermalbad haben meinem Teint ausgesprochen gut getan. Die Römer kümmerten sich rührend um mich. Unter ihrer Aufsicht wurde ich immer unwiderstehlicher. Nicht zuletzt gelang ihnen dies durch ein Kunststück, das auch heute nichts von seiner Aktualität verloren hat: das Klonen! Ich hätte natürlich jetzt auch ganz trivial sagen können, die Römer haben das Pfropfen erfunden - aber ich liebe es spektakulär.

Von meinen Vitaminen gestärkt waren die römischen Legionen auf ihrem Siegeszug durch Europa nicht zu bremsen. - Bis auf einen kleinen Fleck in Frankreich natürlich, wo ein von unbeugsamen Galliern bevölkertes Dorf nicht aufhört, den Eindringlingen Widerstand zu leisten. Eben nur ein Zaubertrank verleiht mehr Kraft als ich.


Für die Ureinwohner ...

... der besetzten Länder, insbesondere der Germanen, war die römische Herrschaft gar fürchterlich: Wasserleitungen, Straßen, medizinische Versorgung, Wein, Baukunst, Schrift und meine Wenigkeit bereiteten dem süßen Barbarentum ein Ende.

Mir gefiel das Klima in den Besatzungsgebieten und ich siedelte mich dort an, auch nachdem die Römer wieder abgezogen waren. Die folgenden Jahrhunderte versuchte ich, mich in der Ruhe und Abgeschiedenheit der Klöster von den Unruhen meines weltlichen Daseins zu erholen. Die Mönche und Nonnen verstanden es, mich zu einem höheren Bewußtsein zu führen und darüber hinaus ungezählte Brüder und Schwestern von mir zu kultivieren.

Gestärkt kehrte ich nach einigen wenigen Jahrhunderten zurück in ein weltliches Leben und genieße die Freiheit seither in vollen Zügen. Im Verlauf meiner Geschichte habe ich allerhand erlebt und könnte Ihnen noch viel mehr unglaubliche Geschichten erzählen. Ich war nicht nur zu Tisch mit gekrönten Häuptern und Bettlern, sondern auch als Symbol der Macht, der Liebe und der Schönheit immer gegenwärtig. Eigentlich ist es erstaunlich, dass ich trotz meiner zahllosen Abenteuer und wunderbaren Eigenschaften ein doch so bescheidener und liebenswerter Zeitgenosse geblieben bin.

 

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