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Hier finden Sie Informationen wie das Programm in Schulen und Kindertageseinrichtungen umgesetzt wird.

Gerne können sich hier auch einzelne Teilnehmer des EU-Schulobst- und -gemüseprogramms in Baden-Württemberg vorstellen und über ihre Aktivitäten berichten.

 

Grundschule Spiegelberg

Landkreis: Rems-Murr-Kreis
4 Klassen, insgesamt 72 Schüler

Teilnahme am Schulfruchtprogramm seit:
Mai 2010

Häufigkeit der Verteilung:
einmal wöchentlich, immer montags

Kofinanzierung durch:
Gemeinde Spiegelberg

Lieferantin:
Sybille Kircher, Betreiberin eines Marktstandes in Spiegelberg und Backnang.

Wie wird die Verteilung organisiert?
Frau Kircher bringt die Schulfrüchte, teilweise schon aufgeschnitten in die Schule. Sie richtet ein vielfältiges Obst- und Gemüse-Angebot an, wenn das Wetter es zulässt, draußen auf dem Pausenhof. In der großen Pause können die Kinder sich dann an der bunten Schulfrucht-Auswahl bedienen. Frau Kircher kennt die Grundschüler und deren Vorlieben bei Obst und Gemüse mittlerweile sehr gut. Erdbeeren, Wassermelone und Gurken sind sehr beliebt. Äpfel kommen auch immer gut an. Für das Zusammenräumen der leeren Schüsseln und Kisten finden sich immer bereitwillige Helfer unter den Schülern.

Was wird mit Schulfrüchten, die übrig bleiben, gemacht?
Wenn kurz vor Pausenende noch Früchte übrig sind, werden einige Schüler gebeten, ihren Mitschülern aktiv noch etwas anzubieten. Sehr selten bleibt dann noch etwas übrig! Früchte, die nicht gleich gegessen werden, kommen in die Vesperdose für den späteren Verzehr an diesem Tag.

Welche pädagogischen Maßnahmen werden an der Schule begleitend zur Verteilung der Früchte durchgeführt?
Das Schulprofil liegt auf den Bereichen Bewegung und gesunde Ernährung. Im Ernährungsbereich wird in den Klassen 3 und 4 der aid-Ernährungsführerschein und in den Klassen 1 und 2 das Programm „Komm mit in das Gesunde Boot“ durchgeführt. Mit den Eltern wird zweimal jährlich ein gesundes Schulfrühstück zubereitet, welches in der Gemeinschaft verzehrt wird. Das Thema Obst/Gemüse begleitet die Schüler zudem in allen Klassenstufen im Rahmen des Unterrichts.
Im November 2011 kam Gudrun Kayn-Scherneck, Fachfrau der Landesinitiative Bewusste Kinderernährung (BeKi), zu Besuch und gestaltete mit den 2.-Klässlern drei Unterrichtseinheiten zum Thema „Obst mit allen Sinnen“.

Meinung von Schulleiter Oliver Kurr zum Schulfruchtprogramm:
„Das Schulfruchtprogramm ist eine tolle Sache und läuft bei uns sehr erfolgreich! Es passt super zu unserem Schulprofil `Bewegung und gesunde Ernährung`. Den Erfolg des Programms haben wir unserer engagierten Lieferantin Frau Kircher zu verdanken! Der Montag ist aufgrund des bunten und leckeren Schulfrucht-Angebots ein besonders beliebter Schultag geworden.“

 

Zwergenstüble Endingen e. V.

Landkreis: Emmendingen
30 Kinder zwischen 1 und 3 Jahren

Teilnahme am Schulfruchtprogramm seit:
Oktober 2011

Häufigkeit der Verteilung:
täglich

Kofinanzierung durch:
die Kita und die Eltern

Lieferant:
Lindenbrunnenhof (Otmar & Christa Binder) in Forchheim am Kaiserstuhl

Wie wird die Verteilung organisiert?
Die Früchte werden beim Lindenbrunnenhof durch eine Mitarbeiterin der Kita abgeholt. In der Kita werden den Kindern die Früchte in Form von Rohkost angeboten. Die Erzieherinnen schneiden die Früchte auf und auch die Kinder dürfen sich beim Schneiden der Früchte üben.
Beim gemeinsamen Verzehr lernen die Kinder die Früchte mit allen Sinnen kennen und die verschiedenen Obst- und Gemüsearten zu benennen und zu beschreiben.

Was wird mit Schulfrüchten, die übrig bleiben, gemacht?
Es bleibt sehr selten etwas übrig, da die Erzieherinnen die Menge, die die Kinder verzehren, mittlerweile kennen. Wenn die Kinder die Früchte nicht als Rohkost wollen, wird etwas daraus gekocht.

Welche pädagogischen Maßnahmen werden in der Kindertageseinrichtung begleitend zur Verteilung der Früchte durchgeführt?
Eine ausgewogene Ernährung der Kinder wird in der Einrichtung groß geschrieben. Es wird täglich frisch gekocht und die Gerichte werden entsprechend den Bedürfnissen der Kinder ausgewählt. Dabei wird großer Wert auf die Auswahl regionaler Produkte gelegt.
Das Früchtethema wird im täglichen Geschehen der Einrichtung aufgegriffen. Es findet sich z.B. beim Anschauen von Bilderbüchern oder beim Spielen mit dem Kaufladen wieder. Die Kinder erkennen die Früchte dort wieder und lernen sie zu benennen.

Meinung von Sabine Joseph (Leiterin des Zwergenstüble Endingen e.V. ) zum Schulfruchtprogramm:
„Die Kinder lieben Obst und Gemüse sehr! Da sich der Geschmackssinn bei den Kindern noch in der Entwicklung befindet, sind sensorische Erfahrungen mit unverfälschten und natürlichen Produkten wichtig, um den Grundstein für eine ausgewogene Ernährung zu legen. Dazu trägt das Schulfruchtprogramm bei und wir hoffen, dass es noch lange weitergeht. Wir legen großen Wert auf Regionalität und Saisonalität, deshalb beziehen wir die Früchte von einem Hof im Nachbarort.“

Hardtschule Karlsruhe

Stadtkreis: Karlsruhe
8 Klassen, insgesamt 124 Schüler

Teilnahme am Schulfruchtprogramm seit:
Beginn des Schuljahres 2011/12

Häufigkeit der Verteilung:
2-mal pro Woche

Kofinanzierung durch:
Karlsruher Kindertisch e. V.
Der Verein setzt sich für die Versorgung bedürftiger Schüler mit Mahlzeiten ein.

Lieferungen durch:
amorebio GmbH, Ubstadt-Weiher

Wie wird die Verteilung organisiert?
Das Obst wird montags und donnerstags in Kisten vom Lieferanten an die Schule gebracht. Jede Klasse hat eine Obst-Schale, auf welche die Früchte verteilt werden. Dabei hilft ein wechselnder `Obstdienst` (4.-Klässler), der dann die Schalen in die Klassen bringt. Auf dem Weg zum Schulhof bedienen sich die Schüler am Obst und genießen es in ihrer Pause.

Was wird mit Schulfrüchten, die übrig bleiben, gemacht?
Die Mengen sind auf den Verzehr der Schüler abgestimmt, sodass es keine Reste gibt.

Welche pädagogischen Maßnahmen werden in der Schule begleitend zur Verteilung der Früchte durchgeführt?
Im Fächerverbund `Mensch, Natur und Kultur` wird das Thema Ernährung und Obst/Gemüse regelmäßig thematisiert.
Außerdem ist das Früchte-Thema fester Bestandteil beim jährlichen Herbstfest. Hier wird zusammen mit den Schülern Kürbissuppe gekocht, Apfelsaft gepresst und Obstsalat zubereitet.
Zusätzlich zur Verteilung der Früchte haben die Viertklässler im vergangenen Schuljahr gemeinsam mit Schülern der nahe gelegenen Förderschule einmal wöchentlich ein ausgewogenes Pausenvesper zubereitet und gemeinsam verzehrt.
Durch einen Landschulheim-Aufenthalt auf einem Bauernhof konnte eine Klasse Landwirtschaft hautnah erleben.

Meinung von Schulleiterin Elke Imbery zum Schulfruchtprogramm:
„Die Früchte kommen bei unseren Schülern hervorragend an, es bleibt nie etwas übrig. Wir haben schon häufig von den Eltern Rückmeldungen bekommen, dass die Kinder zuhause begeistert von dem Obst in der Schule erzählen und die Eltern auffordern, auch so leckeres Obst einzukaufen! Die positiven Geschmackserlebnisse, die die Kinder beim Früchteverzehr in der Schule machen, werden so in die Familien getragen.
Der bürokratische und organisatorische Aufwand des Schulfruchtprogramms ist für die Schulen sehr gering. Mitmachen lohnt sich!“

 

Schulfrucht ist Mehr-Wert im Kreis Breisgau-Hochschwarzwald

Es klingelt zur großen Pause. Die Schüler der Rosenburg-Grundschule in Müllheim im Markgräflerland warten bereits vor der Tür auf ihre Schulfrüchte. Kleine und größere Hände greifen zu und nach nur wenigen Minuten ist alles aufgegessen. Obst-Lieferantin Monika Busch aus Müllheim: „Wenn ich die neue Lieferung bringe, ist immer alles weg. Es freut mich zu sehen, wie gut den Erst- bis Viertklässlern unser Obst schmeckt“.

Das EU-Schulfrucht-Programm startete im letzten Jahr in Baden-Württemberg. Die Hälfte der Kosten für die Früchte trägt die Europäische Union, die andere Hälfte bringt in Baden-Württemberg ein Sponsor auf. Im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald zogen zum Schuljahresende Stefanie Lapcik, Beraterin für Obst- und Gartenbau, Anja Meyer, Leiterin des "Forum ernähren, bewegen, bilden" gemeinsam mit den von den Helios-Kliniken als Sponsor unterstützten Schulen und den Lieferanten ein positives Fazit. Schulleiterin Gisela Patzner, Müllheim: „Das Schulfrucht-Programm ist sehr wertvoll für unsere Schüler, ohne würde mittlerweile etwas fehlen“. In ihrer Schule liegt der Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund bei über 30%. Die Fruchtportionen ergänzen das z.T. trockene Toastbrot in der Vesperbox bzw. müssen manchmal sogar das ganze Frühstück ersetzen.

In Müllheim bereiten die Viertklässler abwechselnd das Obst in mundgerechte Stücke vor. Das stärkt das Verantwortungsbewusstsein, die Feinmotorik und die hauswirtschaftlichen Kompetenzen. Händewaschen, der richtige Umgang mit den Früchten und Messern oder Apfelteilern ist für die Schüler mittlerweile selbstverständlich. Unterstützt werden sie dabei von einer über die Stadt angestellten Kraft, die auch bei der Ausgabe des Mittagsessens hilft. Die beiden ersten Klassenstufen frühstücken in Ruhe im Klassenraum und erleben so auch Gemeinschaft. Die Lehrkraft gibt im Unterricht nähere Informationen über die Früchte, denn Kinder kennen zwar Kiwis aus Neuseeland, aber keine hiesigen Stachelbeeren oder Brombeeren. Petra Miersch, BeKi-Fachfrau und Diplom-Ökotrophologin vertieft nach Absprache mit der Lehrkraft bei ihren Schulklassenbesuchen im Unterricht weitere Themen, z.B. die 5 am Tag-Empfehlungen. Im Kreis Breisgau-Hochschwarzwald stellt neben der Ernährung die Bewegung eine zweite Säule der Basis-Arbeit dar und die Kinder freuen sich deshalb über das sportliche Obstsalat-Spiel mit der BeKi-Fachfrau. Den Gutschein für die pädagogischen Begleitmaßnahmen zu den Schulfrucht-Einsätzen bekommt jede teilnehmende Schule.

Im Breisacher Theresianum kombinieren die Lehrkräfte die Schulfrüchte optimal mit dem aid Ernährungsführerschein. Das Unterrichtskonzept für dritte Klassen legt einen Schwerpunkt auf das selbständige Arbeiten und fördert auch die Sicherheit der Schüler. Im Theresianum werden auch das sinnvolle Portionieren, der wertschätzende Umgang mit Lebensmitteln und sogar die Müll-Entsorgung als ergänzende Themen besprochen. Nach dem Motto „An apple a day keeps the doctor away“ bilden die Äpfel  ganz bewusst die Basis des Schulfruchtprogramms und werden durch saisonale Zusatzfrüchte ergänzt.

Der verwaltungstechnische Aufwand wird von den Schulen als gering bewertet bzw. „ist es wert!“. „Mit unserer Kaiserstühler Lieferantin vom Obsthof Neumühle stimme ich am Liefermorgen unkompliziert das Angebot und die Menge z.B. an Kirschen, Himbeeren oder Pfirsichen ab“, so die Breisacher Rektorin Ingrid Klein. Die Abrechnung erfolgt über die Lieferanten. Die Gemüse- und Obstbetriebe verkaufen nicht nur ihre Produkte, sondern gewinnen auch zukünftige Kunden in Kindergärten und Schulen. Sie werden als regionale Lieferanten wiedererkannt und verbuchen zudem einen Imagegewinn
Die Helios-Klinik unterstützt Schulen in Neustadt, Müllheim und Breisach im Kreis und macht damit ihr Engagement im Bereich Gesundheit und Bildung deutlich. Geschäftsführer Schlicker: „Wir waren sehr überrascht, wie viel wir über den Punkt Schulfrucht anstoßen und bewirken konnten. Darum werden wir auch im nächsten Schuljahr die Kofinanzierung in Höhe von 5000 – 6000 Euro im selben Rahmen fortsetzen“.

Ansprechpartnerin für die pädagogischen Begleitmaßnahmen sind die BeKi-Koordinatorinnen in den Landratsämtern oder Laura Stricker an der LEL (Telefon: 07171 / 917 – 234, schulfrucht spamgeschützt @ spamgeschützt lel.bwl.de). Weitere Informationen unter www.schulfrucht-bw.de bzw. www.forum-ebb.de.

Anja Meyer, Forum ernähren, bewegen, bilden / LRA Breisgau-Hochschwarzwald

 

EU-Schulfrucht im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald

„Es ist immer alles gleich aufgegessen und nichts bleibt übrig“, so das Fazit einer Schulleiterin aus dem Kreis Breisgau-Hochschwarzwald nach den ersten Schulfrucht-Lieferungen für ihre begeisterten Schüler. Das ist für das Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald der Ansporn, Kindergärten, Schulen und Lieferanten über das Programm zu informieren und zusammenzubringen.
Stefanie Lapcik, Obstbauberaterin des Landkreises und Leiterin des kreiseigenen Lehr- und Versuchsgartens für Obstbau und Anja Meyer, Diplom-Ökotrophologin und Leiterin des Forums ernähren, bewegen, bilden verbinden dabei in hervorragender Weise ihr Wissen und bestehende Kontakte zu Lieferanten und Einrichtungen. Der Lehr- und Versuchsgarten ging als Pionier in Südbaden voran und beantragte als erster Betrieb die Zulassung als Schulfrucht-Lieferant.

In einer Informationsveranstaltung für Kindertagesstätten (KiTas), Schulen, Träger und interessierten Lieferanten erfuhren die Teilnehmer im Frühjahr u.a., dass der Verwaltungsaufwand für alle Beteiligten überschaubar ist. Über die Landesinitiative für Bewusste Kinderernährung, kurz BeKi, im Forum ernähren, bewegen, bilden, bekommen die KiTas und Schulen pädagogische Unterstützungsangebote. Ziel ist es, das Thema Kindergarten- und Schulfrucht mit den Kindern gemeinsam umzusetzen. Denn gerade in diesem Alter werden die Weichen gestellt, Vorlieben und Gewohnheiten zu erlernen und das ganze Leben genießen zu können.

Dankbar nahm die Grundschule Theresianum in Breisach im Beisein von Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch im Mai die erste Lieferung entgegen. Bereits seit vier Jahren beliefert der Obsthof Neumühle in Vogtsburg die Schule mit Obst. Durch die finanzielle Unterstützung der EU und dem Förderverein der Schule freuen sich die 170 Kinder über jede wöchentliche Lieferung. Für sie ist es ein Highlight der Woche, denn das Erlebnis des gemeinsamen Essens findet begeisterten Zuspruch. Parallel wurde auf dem Gelände des Breisacher Münsterberges ein Schulgarten eingerichtet, bei dessen Pflege sich die Klassen abwechseln.

Auf der Suche nach einem großen Sponsor wurden Lapcik und Meyer bei den Helios-Kliniken im Landkreis fündig. An ihren drei Standorten (Breisach, Müllheim, Titisee-Neustadt) übernehmen die Kliniken für das Schuljahr 2010 / 11die Kofinanzierung für insgesamt über 500 Kinder. Mit Beginn des neuen Schuljahres im September 2010 gab Helmut Unseld, erster Landesbeamter des Landkreises, zusammen mit Thomas Wüstner, Verwaltungsleiter der Helios-Klinik Neustadt, den Startschuss für diese Aktion in der Grundschule Hebelschule in Neustadt/Schwarzwald.

Immer mehr KiTas und Schulen im gesamten Kreisgebiet profitieren von dem Schulfrucht-Programm. Die 50%-Kofinanzierung wird z.B. über Eltern oder die Einrichtungen selber gewährleistet. Im Stadtkreis Freiburg tritt die Stadt als Sponsor auf und wird bald über den Großmarkt Freiburg neun Grundschulen mit Schulfrucht beliefern.

 Lesen Sie hier das Presseecho

 

Auftakt des EU-Schulfruchtprogramms in Karlsruhe an der Comenius Ganztagsrealschule

"Ich finde es großartig, dass Sie als Schule dazu beitragen, dass ihre Kinder sich gesund ernähren. Danke, dass Sie mit mir für Obst und Gemüse streiten", sagte die Staatssekretärin im baden-württembergischen Ministerium für Ländlichen Raum, Ernährung und Verbraucherschutz, Friedlinde Gurr-Hirsch MdL anlässlich der Auftaktveranstaltung des EU-Schulfruchtprogramms an der Comenius Ganztagsrealschule in der Merkur Akademie International.

"Unser Sponsor für die Anfangsphase ist das Ernährungsnetzwerk nutrhi.net", freute sich Monika van der Beek vom Schulleitungsteam und hofft, dass auch für die Anschlusszeit ein Folgesponsor gefunden wird.

Viel Zeit für lange Ansprachen blieb beim Auftakt nicht. Die Kinder genossen nach einer musikalischen Begrüßung zunächst leckere Äpfel, Birnen, Bananen, Gurken, Radieschen und Möhrchen. Danach stellten sie viele Fragen, vor allem an die Frau Staatssekretärin, Herrn Dr. Stephan Barth vom nutrhi.net und den Obstlieferanten Matthias Preisler:

Was macht eine Staatssekretärin?
"Ich bin die zweite Geige im Ministerium und trage dazu bei, dass sich 11 Mio. Menschen in Baden Württemberg gesund ernähren", so Gurr-Hirsch.

Warum sind Zitronen sauer?
"Das liegt am Vitamin C und an der Fruchtsäure. Beim Verzehr kommt es auf die richtige Menge an", erklärt Wissenschaftler Dr. Barth und muss gleich noch ausführen, was sich hinter nutrhi.net verbirgt: "Wir sind ein InterReg IVa gefördertes Netzwerk aus fünf Forschungseinrichtungen aus Karlsruhe und Straßburg. Am Oberrhein unterstützen wir die Bürger sich gesünder zu ernähren. Bei Fragen dürft Ihr mich gerne anrufen!"

Ist Chili schädlich?
"Wieder eine Sache der Menge", so Barth. "Trinkt ein Glas Milch hinterher, wenn es brennt", rät Adelheid Martens, Biolehrerin und Vorsitzende des Fördervereins der Schule.

Bekommen wir Bioobst?
"Nein, aber gesundes Obst und Gemüse aus integriertem Anbau – wenn möglich, regional", erläuterte Preisler.

Wie halten sich die Politiker im Landtag fit?
"In unserem Pausenraum sind Obstkörbe. Da greifen wir oft rein und integrieren so genau wie Ihr Obst im Alltag", berichtete Manfred Groh MdL, früherer Bürgermeister von Karlsruhe, der das EU-Schulfruchtprogramm toll findet.

Am Ende der lebendigen Veranstaltung lag kein Stück Obst und Gemüse mehr auf den liebevoll gerichteten Tischen und den selbst gebauten Marktständen. Den Kindern hat es offensichtlich geschmeckt. "Wir freuen uns auf die fruchtig frischen kommenden Mahlzeiten", ist einhellige Meinung.

Die Website des Ernährungsnetzwerks nutrhi.net finden Sie hier:
www.nutrhi.net

    

Stuttgart als Obst-Pionier

Bereits seit 2008 läuft in Stuttgart das Gemeinschaftsprojekt ”Pausenobst“ - Lust auf Obst für Stuttgarter Schüler. Ein Projekt, das mit Hilfe des Fördervereins „Kinderfreundliches Stuttgart e.V.“, unter Leitung der Kinderbeauftragten der Stadt Stuttgart, Frau Roswitha Wenzl sowie der Märkte Stuttgart GmbH und dem Initiator der Idee „5 am Tag“, Herrn Helge Franceschetti, Geschäftsführer der Fa. Andretta, Stuttgarter Schulen einmal in der Woche eine Obstlieferung zukommen läßt.

Bis heute baute die Stuttgarter Initiative ihre durch Schulpaten finanzierten Obstlieferungen an die Schulen weiterhin aus. Zur Zeit sind es bereits dreizehn Schulen mit 4.500 Schülern, in Kürze 17 Schulen mit 6.500 Schülern, die mit dem gesponserten, frischem Obst vom Stuttgarter Großmarkt beliefert werden. Und die Tendenz ist steigend.

„Dass diese Tage mit den Obstlieferungen besonders beliebt sind und unsere Mission auch bei den Schülern ankommt, beweisen die vielen Dankschreiben und Zeichnungen der Schüler, welche uns immer wieder erreichen“ so Karl Kübler, Geschäftsführer der Märkte Stuttgart GmbH, die für die Logistik der Lieferungen verantwortlich zeichnet. „Wir wollten nicht abwarten, bis sich die Bundesländer für flächendeckende Schulobst-Programme entschließen können, sondern wollten schnell und unbürokratisch handeln.

Inzwischen läuft ja zusätzlich das EU-Schulfruchtprogramm in Baden-Württemberg. Die Kinder der belieferten Schulen stammen aus beengten Verhältnissen, in denen zu Hause oft wenig Geld für eine gesunde Ernährung oder ein ordentliches Frühstück vorhanden ist. Vitamine, Obst und Gemüse fördern aber die Konzentration und führen zu mehr Lernerfolg. Dieser wiederum reduziert die Aggressionen und motiviert die Kinder. So haben wir über längere Sicht gesehen eine bessere Gesellschaft und ein besseres Miteinander.“

 

Der besondere Dank gilt den Schulpaten mit ihren Unternehmen, den Firmen Andretta, Kärcher, Staiger, Süzen, Univeg und Wirth, welche die Gratis-Schulversorgung aktiv unterstützen.

 

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Und so funktionierts...

Hier haben Teilnehmer des EU- Schulfruchtprogramms in Baden-Württemberg die Möglichkeit sich und ihr Projekt mit Berichten und Bildern zu präsentieren.

Wie haben Sie das Projekt umgesetzt? Was sagen die Kinder dazu? Welche Begleitmaßnahmen werden in dem Projekt umgesetzt?

Diese Fragen und Vieles mehr können hier beantwortet werden. Schicken Sie uns Ihren Text als Word-Dokument und Bilder als jpeg-Dateien (mit Quellennachweis und Bildunterschriften) zu, wir veröffentlichen Sie gerne.

Mail: schulfrucht spamgeschützt @ spamgeschützt mbw-net.de

Schulfrucht-BW